Der Mythos des Workaholismus: Warum wir uns selbst zerstören, wenn wir zu viel arbeiten

Ein Aufruf zum Umdenken und zur Selbstfürsorge in einer arbeitsbesessenen Welt

Wir leben in einer Gesellschaft, in der Workaholismus oft als Tugend angesehen wird. Wir bewundern Menschen, die bis spät in die Nacht arbeiten und das Wochenende im Büro verbringen. Wir betrachten Burnout als einen Preis, den wir für den Erfolg zahlen müssen. Aber was passiert, wenn wir diese Einstellung nicht mehr aufrechterhalten können? Wenn wir uns selbst zerstören und unsere Gesundheit und Beziehungen opfern? Es ist an der Zeit, den Mythos des Workaholismus zu entlarven und eine Kultur der Selbstfürsorge zu fördern.

Workaholismus ist kein Zeichen von Produktivität oder Engagement. Es ist eine Sucht, die uns in einen Teufelskreis von Selbstzerstörung und Leistungszwang führt. Wir glauben, dass wir hart arbeiten müssen, um erfolgreich zu sein, aber in Wirklichkeit sind wir nur noch beschäftigt. Wir vernachlässigen unsere Freunde und Familie, unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden, um mehr Zeit für die Arbeit zu haben. Wir verlieren die Freude an der Arbeit und fühlen uns ständig gestresst und überfordert. Wir verbringen unser Leben damit, auf ein Ziel hinzuarbeiten, das wir nie erreichen werden.

Workaholismus hat auch Auswirkungen auf unser Umfeld. Wir können uns nicht mehr auf unsere Beziehungen konzentrieren und vernachlässigen unsere sozialen Verpflichtungen. Wir leiden unter Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Angstzuständen und manchmal entwickeln sich Depressionen. Wir riskieren unsere Gesundheit und unser Leben, indem wir uns überarbeiten. Wir geben uns selbst keine Pause und brennen letztendlich aus.

FAQ:

Frage: Gibt es Jobs, die besonders gefährdet sind, in den Workaholismus zu rutschen?

Antwort: Ja! Typischerweise sind Menschen in Jobs mit viel Verantwortung, hohem Stresslevel, einem eigenen perfektionistischen Anspruch und geringer Arbeits- und Lebenszufriedenheit stärker gefährdet, unter dem Phänomen Workaholismus zu leiden.

Frage: Aber was ist mit den Leuten, die viel arbeiten und trotzdem erfolgreich sind?

Antwort: Erfolg ist subjektiv. Einige Menschen können erfolgreich sein, während sie wenig arbeiten, während andere viel arbeiten und dennoch kein Erfolg haben. Viel zu Arbeiten ist nicht gleichbedeutend mit Erfolg, sondern führt oft zu einem Gefühl der Leere und des Scheiterns.

Frage: Wie kann ich meine Arbeit reduzieren und dennoch erfolgreich sein?

Antwort: Das Geheimnis liegt im Zeit- und Selbstmanagement. Es geht nicht darum, weniger zu arbeiten, sondern intelligenter zu arbeiten. Setzen Sie Prioritäten, delegieren Sie Aufgaben und planen Sie Ihre Zeit sorgfältig. Das Umlernen und Zeit anders angehen kann mit Begleitung sinnvoll sein: Schauen Sie sich dazu gerne zum Beispiel den Kurs zum Zeit- und Selbstmanagement auf unserer Homepage an.

Frage: Wann wird Workaholismus gefährlich?

Antwort: In der Psychologie arbeiten wir mit dem Begriff des “Leidensdrucks”. Wenn ein innerer Druck, zu arbeiten spürbar ist, Gedanken über die Arbeit spontan und unkontrollierbar auftreten und das “Nicht-Arbeiten” mit dem Erleben intensiver negativer Emotionen verbunden ist, sowie an der Mehrzahl der Tage exzessiv über das notwendige Maß hinaus gearbeitet wird, kann es sinnvoll sein, die Bremse zu ziehen.

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Herzlichst

Annika Rötters

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